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Zürcher Tagesanzeiger, Teil 2: Preise für Grundstücke stiegen in kurzer Zeit exorbitant | "Ein Grossteil des Booms im Königreich basiert auf dem lokalen Markt" von Anja Martin |
Dabei basiert ein Grossteil des Booms im Königreich auf dem lokalen Markt. Geschäftstüchtige Investoren vor Ort und Exil-Marokkaner fuhren in den letzten Jahren immense Spekulationsgewinne ein, und die Preise für Grundstücke stiegen in kurzer Zeit exorbitant. "Wenn in Marrakech vor sechs Jahren 10.000 Quadratmeter Grund für 30.000 Euro zu haben waren, kosten sie heute an manchen Lagen 500.000, in der Palmeraie gar über eine Million", sagt Adolf Schittenhelm, Geschäftsführer der Agentur Casa-Marrakech. "Villen und Wohnanlagen wachsen wie Pilze aus dem Boden. Allerdings wurde hier lange Zeit an der europäischen Nachfrage vorbeigeplant." Man baute zu gross mit Wohnflächen ab 600 Quadratmetern, zu teuer mit Preisen über 700.000 Euro (1,12 Millionen Franken) oder schlicht nicht funktional. So wurden etwa die Küchen oft in den Keller verbannt.
Das bestätigt auch Oliver Kirner: "Appartements mit Meerblick haben oft weder Balkone noch Terrassen, und Villen füllen schon mal 99 Prozent des Grundstücks. Wir hingegen würden ein Drittel Haus, ein Drittel Grün, ein Drittel Schwimmbad planen." Das unglaublichste Wohnzimmer, das er je gesehen habe, sei 36 Meter lang und 3 Meter breit gewesen.
Doch den marokkanischen Stil, sowohl beim Neu- als auch beim Altbau, schätzen Mitteleuropäer. So ist die Medina von Marrakech bereits fest in ausländischer Hand. Die Riad genannten Hofhäuser der Altstadt sind allerdings meist so gross, dass die Käufer vornehmlich Gästehäuser darin betreiben. «Der Traum jedes Marokkaners ist es, die Medina zu verlassen», weiss Kirner. Die Einheimischen finanzieren sich mit dem Verkauf gern den Umzug in die Villes Nouvelles. Sie pfeifen aufs Flair, wollen endlich mit dem Auto vors Haus fahren, funktionierenden Strom, ein Abwassersystem und nicht von drei Seiten Lauscher an der Wand fürchten.
Häuser, die man am Anfang des Booms für 30.000 Euro erstehen konnte, kosten heute 150.000 Euro (240.000 Franken). Noch gibt es in Marokko jedoch renovierte Riads für weit unter 100.000 Euro (160.000 Franken). Doch wer das Zwei- bis Vierfache investiert, kann freier entscheiden und sich auch eine Villa leisten. Nach oben sind die Grenzen offen – in einem Land, das gern feilscht, sowieso. Doch auch wenn die Immobilienpreise gestiegen sind, kann man sich weiterhin über günstige Alltagskosten freuen. "Eine kalte Cola im Kiosk bekommt man für 50 Rappen", sagt Oliver Kirner. "Und mit 8 Franken am Tag kann man hier gut leben."
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Kontakt: Anja Martin | >>> BELLEVUE, Juni 2006: Marrakesch Express : Marokkos schönste Stadt erlebt eine Renaissance. Nachdem sich "tout Paris" hier schon seit Jahren trifft, gibt es jetzt erstmlas direkte Flugverbindungen auch ab Deutschland. Immobilien wie aus 1001 Nacht gab es schon immer. Von Dr. Johannes Bohmann >>> BELLEVUE, Teil 2: Essaouira, Marrakeschs atlantische Schwester : "Riads: Paradiese hinter dunklen Holztoren" von Dr. Bohmanns Artikel in BELLEVUE 6/2006 >>> "Marrakesch ist eine Vorzeigestadt", Interview mit A. Fikrat, Baubürgermeister von Marrakesch : Abdelouahed Fikrat, Chef der Agence Urbaine de Marrakech, ist für die gesamte Siedlungsplanung der Stadt und der Region verantwortlich. Mit BELLEVUE sprach er über seine Visionen. Juni 2006 >>> MAX, Juni 2005: Riad-Fieber in Marrakesch : Von Dorothea Sundergeld >>> MAX, Teil 2: Marrakesch, die Light-Version von Orient : Genausoviele Bauchnabelpiercings wie Vollverschleierungen auf den Strassen. Von Dorothea Sundergeld >>> RTL Exclusiv-Spezial vom 29.Juni 2008, präsentiert von Frauke Ludowig : Intime Einblicke in das Leben bekannter deutscher Aussiedler in Marrakesch >>> Tagesanzeiger Zürich, Oktober 2007: Domizil im Land des Sonnenuntergangs : Zwar lässt sich um die besten Objekte schon lange nicht mehr feilschen, doch auf Marokkos Immobilienbasar sind immer noch viele Altstadthäuschen und Villen zu finden. Anja Martin im Züricher Tagesanzeiger (15.10.2007) >>> Zürcher Tagesanzeiger, Teil 2: Preise für Grundstücke stiegen in kurzer Zeit exorbitant : "Ein Grossteil des Booms im Königreich basiert auf dem lokalen Markt" von Anja Martin >>> Stuttgarter Nachrichten, August 2006: Dem kalten Winter entfliehen : In Florida, Dubai oder Marokko ist schönes Wetter garantiert. Von Susanne Ziegert >>> WELT am SONNTAG, Juli 2006: Marokkos Medinas locken Europäer : Marktexperten erwarten in dem arabischen Land einen Immobilienboom wie in Spanien. Reformen des Königs erleichtern den Kauf. Von Susanne Ziegert >>> WELT am SONNTAG, Teil 2: Viele Käufer weichen mittlerweile in die Hafenstadt Tanger aus : Tanger rüstet sich - Fes günstig - Agadir und Umland reizvoll. Von Susanne Ziegert >>> Königreich Marokko - beliebtester Standort französischer Privatinvestoren : Aus "Frankreichimmobilien", Kapitel "Übersee" - 4. Auflage 2006
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